IMPULS 4: Veranstaltung „Let’s talk about Cash Baby“

Daten der Veranstaltung: Mittwoch, 27. November 2024 | 18:30 Uhr | Location: Circle Thalia | Veranstalter: Kreativ Kammerl Österreich | After-Show-Party: ab 21:30

Die Veranstaltung beschäftigte sich damit, dass Kreative zu wenig verdienen und Kund*innen zu viel für ihr Geld bekommen. Es wurde darüber diskutiert, dass der Wert der kreativen Arbeit immer weiter sinkt und Unternehmen den Preis drücken. 

Durch eine E-Mail wurde ich auf die Veranstaltung aufmerksam. Mit folgendem Text wurde die Diskussion beworben:

Let’s talk about cash, baby!

Creatives verlangen zu wenig, die Kund:innen bekommen zu viel?

„Willkommen im kreativen Todes-Strudel! 

Der Wert kreativer Arbeit sinkt, und das hat massive Folgen. Durch Social Media und günstige Technik wird jeder schnell zum „Kreativwirtschaft’ler:in“. Unternehmen drücken die Preise für Marketing – warum mehr zahlen, wenn es billiger geht?

Aber der niedrige Preis hat seinen Preis: Kreative arbeiten am Limit und das Ergebnis? Oft enttäuschend. Das frustriert nicht nur die Kreativen, sondern auch die Kund:innen. Sie sehen keinen Erfolg, entlassen fähige Marketing-Profis und sparen weiter. 

Der Markt verliert das Vertrauen in kreative Leistungen. 

Es ist Zeit, dass wir über das Thema offen diskutieren!“

Meine Notizen

Als Speaker*innen waren drei Personen eingeladen: 

  1. Philipp Schönauer: Werbefotograf (schoenauer.co)
  1. Isabella Graf: Head of Marketing – ISS Österreich (issworld.com)
  2. Andrea Stanitznig: Inhaberin und Geschäftsführerin von Rodarich (rodarich.at)

Die drei Speaker wurden von einem Moderator zu ihren Standpunkten befragt. Das war besonders interessant, da alle drei aus einem anderen Bereich der Brachen kommen. Philipp antwortete aus der Sicht des Fotografen bzw. des Kreativschaffenden, Isabella aus der Unternehmersicht und Andrea aus der Perspektive einer Agentur. 

Besonders positiv war für mich, dass das Publikum mit dem Smartphone zu verschiedenen Fragen abstimmen konnte. 

Stundensatz

Philipp Schönauer sprach offen über seinen Tagessatz. Er betonte immer wieder, dass er keinen Stundensatz berechnet, sondern alles nur mit Tagessätzen regelt. Am Ende der Veranstaltung erwähnt er, dass es nicht immer sinnvoll ist in Stundensätzen zu rechnen, weil…

…manchmal bekommt man seine Idee am Haisln. 

Sein Tagessatz beträgt derzeit 2400-2500 €. Als er in der Branche begonnen hat, lag sein Tagessatz bei 1700 €. Er gab an, dass er heute aufgrund der Inflation und seinen Ausgaben weniger verdient als zu Beginn seiner Karriere. Er sagte er, müsse wohl 3200-3400 € als Tagessatz ansetzen, um den gleichen Gewinn wie zu Beginn zu erzielen. Dies sei aber niemand bereit zu zahlen. Laut Philipp sind die Tagessätze in Österreich geringer als in Deutschland. In Österreich verdienen Fotograf*innen an den höheren Nutzungsrechten. In Deutschland werden diese weniger hoch verrechnet. Am Ende kommt es dadurch auf das gleiche Geld. Er betonte, dass kreative am hinteren Ende stehen und Budgets immer kleiner werden. 

Es wurde nach dem Stundensatz der anwesenden Personen gefragt. Es haben ca. 50 Personen an der Umfrage teilgenommen. Wie aus dem Ergebnis zu entnehmen ist, befinden sich mehr im unteren Bereich als im oberen. Mein derzeitiger Stundensatz für Fotografie liegt bei 80€ die Stunde. Damit liege ich knapp in der unteren Hälfte. 

Andrea antwortet aus der Perspektive der Agentur. Sie sprach darüber die Dienstleistungen für Kund*innen zu optimieren damit diese bekommen, was sie brachen und nicht mehr als das. Sie versucht die Entwertung von Fotograf*innen zu verhindern, indem sie den einzelnen Bildern und Videos mehr Wert gibt (Nutzungsrechte). 

Aus der Sicht des Unternehmens reagiert Isabella: Laut Isabella ist der Preis für ein Unternehmen immer ausschlaggebend. Sie appelliert an Kreativschaffende, Preis transparent zu kommunizieren. Ein guter Weg ist es, wenn das Budget von Unternehmen offen ausgesprochen wird. Die Kreativschaffenden können dann anbieten, was dafür machbar ist. Wenn ein Angebot viel günstiger ausfällt als das der Mitbewerber*innen, wird nochmal nachgefragt, warum das so ist. 

Laut Philipp hat sich der Spruch „Geiz ist Geil!“ in den Köpfen der Menschen verankert. Er findet es schade, wenn Equipment günstig online gekauft wird und lokale Händler dadurch aussterben. Ich denke, er wollt darauf hinaus, dass wir schauen sollten, dass es allen Unternehmen gut geht. Es ist nicht richtig sich über die Preisgestaltung zu beschweren und selbst online auf Schnäppchenjagd zu gehen, während Fachgeschäfte aus dem Stadtbild verschwinden. 

Isabella stimmt dem Satz „cash is kind“ zu. Allerdings sind ihrer Meinung nach Unternehmen auf der Suche nach langfristigen Kund*innen. Dafür muss auch die Chemie zwischen den Dienstleister*innen und dem Unternehmen stimmen.

Preisgestaltung

Die Umfrage zeigte, dass mehr Personen ihren Preis schätzen als genau berechnen. Ich persönlich habe die Frage nicht ganz verstanden. Ich dachte, die Frage bezieht sich auf meinen definierten Stundensatz. Da ich viele Fixkosten noch nicht habe und weiß, die nach meinem Studium auf mich zukommen, habe ich in einigen Bereichen wirklich geschätzt. Meine eigenen Angebote und Dienstleistungen kenne ich jedoch genau. Ich kann den Aufwand meiner Standardangebote wie beispielsweise einer Hochzeit gut einschätzen. Ich weiß wie viele Stunden ich dafür aufwenden muss und kann die Kosten dafür genau berechnen. Bei meinem Stundensatz gibt es aber bestimmt noch Optimierungsbedarf – der ist zugegebenermaßen wirklich teilweise geschätzt.

Andrea appelliert an alle, die Preise klar zu kalkulieren. Wer schätzt, kann am Ende nur verlieren. Um den Arbeitsaufwand zu wissen, soll bei den Kund*innen genau nachgefragt werden was gebraucht wird. Erst dann kann der Preis kalkuliert werden. 

Philipp gab uns den Tipp auf den Weg mit, direkt bei den Kund*innen anzurufen und ihr Anliegen telefonisch zu besprechen. Das schafft eine Beziehungsbasis und Vertrauen zwischen dem Kreativschaffenden und dem Unternehmen. Er hat die Erfahrung gemacht, dass dadurch die Wahrscheinlichkeit viel höher ist einen Auftrag zu bekommen. Die Kund*innen fühlen sich so gut beraten und haben dadurch Vertrauen in die Arbeit. Sie sind sich sicher, dass sie am Ende das bekommen, was sie wollen und brauche, weil sie sich sicher fühlen. 

Andrea sagt, dass das Bewusstsein bei Unternehmen oft nicht da ist. Sie können nicht einschätzen, wie wichtig Social Media für die Kundengewinnung ist. Laut Andrea kann gerade bei Social Media mit Zahlen belegt werden, wie effizient diese Plattform ist. 

Philipp erwähnt erneut die Wichtigkeit eine Beziehung zu den Kund*innen aufzubauen. Für große Firmen zu arbeiten bringt immer einen gewissen Druck mit sich. Das muss laut Philipp auch entlohnt werden. Er sagt, dass er es schade findet, dass oft wegen 50 € diskutiert wird und er erklären muss, dass sein Assistent bzw. seine Assistentin auch etwas kostet. 

Marktwert (?)

Diese Umfrage zeigt deutlich, dass mehr als die Hälfte denkt, dass sie sich unter dem Marktwert verkauft.

Andrea nimmt an, dass wir alle nicht den aktuellen Marktwert kennen. „Wir diskutieren darüber, wissen aber nicht, wie hoch er tatsächlich ist.“

Ihre Annahme wurde durch eine schnelle Umfrage bestätigt:

Fazit

Die Veranstaltung gab mir einen guten Einblick in das Thema Preisgestaltung. Die Umfragen zeigen, dass es Bedarf gibt, mehr darüber zu sprechen. Eine Frage habe ich an euch: 

Wie viel hat @stefanie-weber wohl für die fotografische Dokumentation der Veranstaltung erhalten?

Das Ergebnis findest du nach dem „Platzhalterbild“.

 100 €. Das lassen wir mal einfach so stehen. 😉

Impulse #4 – SUX-Podcast EP15 „A Fossil-Free Internet by 2030“ with Hannah Smith

Links

The Podcast: https://creators.spotify.com/pod/show/suxpodcast/episodes/SUX-EP-15—A-fossil-free-Internet-by-2030-with-Hannah-Smith-e2k5e7c/a-aba96i5

SUX: https://sustainableuxnetwork.com

The Green Web Foundation: https://www.thegreenwebfoundation.org

Branch Magazine: https://branch.climateaction.tech

IMPULSE #4

Klanglicht Festival

Klanglicht – Ein prägendes Erlebnis voller visueller und akustischer Impressionen

Klanglicht 2024 – © Hannah Wasserfaller

About the Event

Klanglicht ist eine bemerkenswerte Veranstaltung, die Besucher in eine Welt entführt, in der Klang und Licht zu einem immersiven Gesamterlebnis verschmelzen. Es geht weit über ein traditionelles Festival hinaus und bietet eine einzigartige Verbindung aus Kunst, Technologie und emotionaler Erfahrung. Diese Symbiose fordert die Wahrnehmung heraus und lädt zur Reflexion ein. In diesem Jahr hatte ich die Möglichkeit, an diesem Event teilzunehmen, die beeindruckenden Installationen zu erleben und zudem unsere eigene Installation in der Antoniuskirche zu präsentieren.

Die Eröffnung von Klanglicht war ein wahrhaft spektakuläres Ereignis. Die historische Architektur der Stadt, insbesondere die majestätischen Kirchen, wurde zur Leinwand für moderne Lichtkunstwerke. Es war faszinierend, wie die Projektionen nahtlos in die alten Mauern integriert wurden und diese in einer neuen, noch nie gesehenen Weise interpretierten. Diese visuelle Poesie wurde mit Musik und interaktiven Elementen kombiniert, sodass jeder Besucher eine individuelle Erfahrung machen konnte.

Eine der herausragenden Installationen war „Die Melodie des Lichts“. Hier reagierten Lichter auf die Musik, wodurch eine Symphonie aus visuellen und akustischen Eindrücken entstand. Die Farben und Formen schienen sich zu bewegen und lebendig zu werden, synchron mit den Klängen. Diese Installationen schufen eine harmonische Atmosphäre, die den Raum und den Moment ergriff und die Besucher in ihren Bann zog.

Outcome

Neben der Teilnahme als Besucher hatte ich auch die Möglichkeit, in die Rolle der Künstlerin zu schlüpfen und unsere eigene Installation in der Antoniuskirche zu präsentieren. Dieses Projekt war das Ergebnis monatelanger Arbeit meines Teams und mir. Die Kirche, ein Raum mit einer tiefen historischen Bedeutung und einer besonderen Stille, war der ideale Rahmen für unsere Idee. Mit einer Kombination aus Lichtprojektionen und subtiler Musik wollten wir eine meditative Atmosphäre schaffen, die die Besucher zur Ruhe kommen und reflektieren ließ. Es war beeindruckend zu beobachten, wie unterschiedlich die Reaktionen ausfielen – einige Besucher verweilten lange und ließen sich von der sanften Licht- und Klangwelt fesseln, während andere mit einem Gefühl der Ruhe und des Staunens den Raum verließen.

Reflection/ Key Takeaways

Die Zeit bei Klanglicht ließ mich eine wichtige Erkenntnis gewinnen: Lichtinstallationen sind nicht mein Spezialgebiet, und ich habe festgestellt, dass ich in dieser Form von Kunst keine Leidenschaft habe. Für meine Masterthesis habe ich beschlossen, meinen Fokus auf andere Bereiche des Interaction Designs zu legen, insbesondere auf solche, die sich mit Benutzerinteraktionen und der Gestaltung digitaler Erlebnisse befassen. Die Faszination für Lichtkunst ist für mich etwas, das ich gerne bewundere und genieße, jedoch nicht selbst gestalten möchte.

Der Besuch des Events regte mich dazu an, über die Vielseitigkeit und die Grenzen kreativer Medien nachzudenken. Was macht eine Installation wirklich packend? Liegt es an der Interaktivität, an der Verbindung von Technologie und Kunst oder an der emotionalen Reaktion, die sie beim Publikum auslöst? Diese Fragen begleiteten mich durch die Ausstellung und halfen mir, meine eigenen Vorstellungen und Interessen im Design zu reflektieren.

Ein weiteres Highlight war der Austausch mit anderen Künstlern und Designern. Ihre Perspektiven und Erfahrungen eröffneten mir Einblicke in die technischen und künstlerischen Herausforderungen, die sie bei der Umsetzung ihrer Werke bewältigten. Diese Gespräche waren nicht nur inspirierend, sondern halfen mir auch dabei, neue Ansätze zu finden, wie ich meine eigene Thesis gestalten kann.

Impact on my Thesis

Klanglicht war für mich mehr als nur eine Ausstellung; es war eine sinnliche und intellektuelle Erfahrung, die sowohl herausfordernd als auch bereichernd war. Die Erfahrung in der Antoniuskirche zeigte mir, wie Kunst und Technologie zusammenwirken können, um einen Raum zu transformieren. Diese Erkenntnis hat mir jedoch auch verdeutlicht, dass meine kreative Reise andere Wege einschlägt – hin zu Bereichen, in denen Interaktivität und Nutzerzentrierung im Mittelpunkt stehen.

Das Event hat mir neue Perspektiven eröffnet und meine Entscheidung bestärkt, dass meine Leidenschaft im Design nicht in der Lichtkunst, sondern in der Gestaltung interaktiver und nutzerzentrierter Erlebnisse liegt.

Links

24 – Impuls 4 | Gespräch, Denkanstoß und neues Thema?

Im Gespräch mit Gabriele Lechner wurde deutlich, dass es herausfordernd sein könnte, in meinem Thema eine echte Neuerung oder Errungenschaft zu entdecken. Sie hat mir nicht direkt davon abgeraten, jedoch darauf hingewiesen, dass es schwierig werden könnte, ausreichend innovativen Mehrwert zu schaffen. Sie betonte, dass ich das Thema nicht zu historisch aufarbeiten, sondern den Fokus auf die digitale Ära legen sollte.

Für mich stellt sich nun die Frage, ob es genügend Material und Quellen gibt, um die aktuelle, digitalisierte Zeit in meiner Arbeit ausreichend abzudecken. Ich möchte vermeiden, meine Masterarbeit ausschließlich auf Umfragen, Interviews und Verbesserungsvorschlägen zu schlechten Praxisbeispielen aufzubauen.

Gabriele Lechner fand mein Thema zwar spannend und relevant, wies jedoch darauf hin, dass die Entwicklung eines konkreten Produkts – wie einer Schrift, eines Leitfadens oder sogar eines neuen Buchstabens – als Masterarbeit zentral sein sollte. Dies empfinde ich als große Herausforderung, da die Schaffung eines komplett neuen Buchstabens ein sehr komplexes Unterfangen ist.

Derzeit suche ich nach neuen Ansätzen, die das Thema bereichern könnten, oder denke darüber nach, mich eventuell für ein anderes Thema zu entscheiden. Ich möchte sicherstellen, dass mein Masterprojekt sowohl gestalterisch innovativ als auch wissenschaftlich fundiert ist und einen echten Beitrag leisten kann.

Neuer Ansatz?

Ein neuer Ansatz, den ich mir vorstellen könnte, ist die Entwicklung einer modularen Schrift, die speziell für den Schrifterwerb bei Kindern geeignet ist. Die Idee wäre, eine Schrift zu gestalten, die nicht nur als fertiges Typedesign verfügbar ist, sondern auch als Baukastensystem, mit dem die Buchstaben physisch zusammengesetzt werden können.

Die Module könnten wie Puzzleteile, Magnetelemente oder Schraubsysteme gestaltet sein, sodass Kinder die einzelnen Buchstabenelemente zusammenbauen und dabei die Formen der Buchstaben selbst mitgestalten können. Dies würde nicht nur die Feinmotorik und Kreativität fördern, sondern auch das Verständnis für Buchstabenformen und deren Aufbau stärken.

Stilistisch stelle ich mir eine freundliche, runde Schrift vor, die mehr Baumodule enthält, um den Konstruktionsprozess etwas herausfordernder und vielseitiger zu gestalten. Ich möchte bewusst auf einen Bauhaus-Stil verzichten, der oft auf einfache geometrische Formen wie Kreise und Linien setzt. Stattdessen soll die Schrift verspielter und lebendiger wirken, um vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten und kreative Anwendungen zu ermöglichen.

Inspo Bilder

IMPULS #2 – Designmuseum Denmark

Last weekend I was in Copenhagen and visited the Designmuseum Denmark. They have a few different exhibitions at the moment, and I could spot some interesting items that coincide with my potential master thesis topic of “handmade design & politics”.

The first exhibit was called “In Love & War” and displayed Japanese woodblock prints. Woodblock printing was developed in the tang dynasty and became a common printing technique in the mid seventeenth century because of the low production costs.  The prints on display “[…] idealized the daily life of the prostitutes of that time and served as visual propaganda in the form of war images with nationalist and patriotic undertones.” (https://designmuseum.dk/en/exhibition/in-love-war/). These prints were not considered fine art, but rather functioned as entertainment.

The next exhibition is called “The future is present”. It poses questions on what our society will look like, what will we prioritize, what will our values be, and what will design look like in the future. There were many interesting items but the most relevant for my topic was the corner about craftivism by the Craftivist Collective. Their Manifesto was printed out on a huge banner, explaining how we can make a difference by crafting. The guidelines all lean towards mindfulness and consideration instead of aggression and hate. They strive towards making meaningful change by inspiring people. This is called gentle activism. They had small, crafted pieces on display and encouraged the viewer to participate in the movement themselves, by showing how easy it is to do so. In the museum shop they also sold little kits that make it easy to become a craftivist yourself. For example, a little embroidery protest banner kit.

There were more exhibitions which were interesting, but don’t really overlap with my topic. Overall, I really enjoyed the visit to the museum. I find it interesting that woodblock printing was then a cheap way of making entertainment and propaganda. Meanwhile nowadays handmade techniques are considered costly and are used for the opposite: activism and protest.

Links:

https://designmuseum.dk/en/exhibition/in-love-war/

https://designmuseum.dk/en/exhibition/the-future-is-present/

https://www.craftivist-collective.com

23 – Impuls 3 | Ausarbeitung Inhalt und Methodiken

Ich habe mich in den letzten Wochen intensiv mit dem Inhalt meiner Masterarbeit auseinandergesetzt, um bestmöglich auf mein Gespräch mit Gabriele Lechner vorbereitet zu sein. Besonders die zentrale Forschungsfrage, wie sich die typografische Darstellung und Verwendung des Eszetts in der digitalen Ära entwickelt hat, stand dabei im Fokus.

Dabei ergaben sich folgende große Kapitel:

  • Historische Wurzeln
  • Typografische Konstruktion
  • Technische Herausforderungen
  • Kulturelle und kommunikative Bedeutung

Methoden: Umfragen, Experimente, Interviews, Fotostrecke  

Bei meiner Vorbereitung ist mir nämlich schon öfter aufgefallen, dass es zwar viele Bücher über das Eszett gibt, diese aber oft sehr historisch und weniger auf die heutige Zeit bezogen sind. Deshalb habe ich die Idee, einen Leitfaden oder ein Handbuch für Gestalter*innen zu erstellen. Darin könnten wichtige Infos über das Eszett zusammengefasst werden, z. B. wie man es gestalten, einsetzen oder in digitalen Medien richtig nutzen kann.

Mein Ziel wäre es, ein praktisches Werkzeug zu entwickeln, das nicht nur Profis hilft, sondern auch Anfängern zeigt, wie man mit dem Eszett umgehen kann. So könnte das Buch Beispiele für gute und weniger gute Anwendungen zeigen, Tipps geben und Lösungen für typische Probleme bieten. Damit möchte ich eine Verbindung schaffen zwischen der Geschichte des Eszetts und den Anforderungen, die die digitale Welt heute an uns stellt.

IMPULSE #3 Gespräch mit Gabriele Lechner

Ich habe Gabriele zwei potenzielle Themen für meine Masterarbeit vorgestellt.

Thema 1 

Experimentelles Webdesign – Wie experimentell kann Webdesign werden? Was ist realistisch, was geht zu weit und kann von User:innen nicht mehr genutzt werden? Durch verschiedene Prototypen, welche momentane Trends im Webdesign zeigen, wird in Fokusgruppen getestet, für welche Zielgruppen diese Ansätze nutzbar sind. So wird eine Prognose erstellt, wie Webdesign in der Zukunft aussehen könnte.

Thema 2

Wie hilft Handarbeit Designer:innen, kreativ zu bleiben? Diese Frage geht mir nicht mehr aus dem Kopf, weil ich tagtäglich mit Designer:innen zu tun habe – beruflich wie privat. Was mir dabei auffällt: Es geht nicht nur um die Liebe zu gutem Design, sondern auch um die Liebe zur Handarbeit. Egal ob Malen, Stricken, Häkeln oder Basteln – nach einem langen Tag greifen viele von uns zu Pinsel, Garn oder Papier. Warum machen wir das? Warum dieser Drang, uns nach einem vollen Arbeitstag voller kreativer Entscheidungen immer noch manuell auszudrücken? Ist es eine Art Ausgleich? Eine Methode, den Kopf freizubekommen? Oder hilft es sogar dabei, ein kreatives Burnout zu verhindern?

Ich merke, dass das für viele nicht nur ein Hobby ist. Es ist fast wie ein Ritual, das uns runterbringt und gleichzeitig auf eine andere Art inspiriert. Aber warum ist das so? Was macht das mit uns, wenn wir „etwas mit den Händen“ machen? Und wie unterscheidet sich das von der Arbeit am Computer, die meistens abstrakter und oft weniger greifbar ist? Vielleicht geht es um mehr als nur Entspannung – vielleicht ist es eine Möglichkeit, neue Perspektiven zu gewinnen oder kreativ frischen Wind zu bekommen.

Es ist spannend, das genauer zu untersuchen. Warum verspüren wir diesen starken Drang, handwerklich tätig zu sein, selbst wenn unsere eigentliche Arbeit schon kreativ ist? Was passiert in unserem Kopf, wenn wir stricken, zeichnen oder basteln? Und wie hat sich das mit der Digitalisierung verändert? Das Thema fühlt sich nicht nur wichtig an, sondern auch persönlich – ich sehe es jeden Tag um mich herum und spüre, wie stark Handarbeit uns Designer:innen beeinflusst. Genau das macht es für mich zu einem perfekten Forschungsthema!

Gabriele Lechner ist Designerin und malt selbst in ihrer Freizeit. Laut eigenen Angaben war sie nie sonderlich begabt, jedoch braucht sie die Arbeit mit den Händen, weg vom Computer, um den Kopf frei zu bekommen. So kamen wir sofort ins Gespräch über Thema zwei und ich merkte dadurch noch mehr, wie interessant ich dieses finde. Ich habe mich inzwischen auch schon informiert und finde keine vergleichbare Arbeit zu diesem Thema aus vergangenen Jahren. Dies war nämlich ein Kritikpunkt, welcher von Gabriele geäußert wurde.

Ich werde das Thema psychologisch, sowie ein bisschen historisch behandeln. Ich möchte außerdem mit verschiedenen Designer:innen sprechen und herausfinden, wie sie zu der Handarbeit gekommen sind und wie sie ihnen hilft. Außerdem möchte ich herausfinden, was “etwas mit den Händen” zu machen mit uns kreativen Menschen macht, was der Unterschied ist zu Arbeit am Computer.

Zu diesem Thema gibt es genug Literatur und ich kann es aus verschiedenen Perspektiven betrachten, sowie Interviews führen. Ich kann das Thema örtlich und zeitlich gut eingrenzen.

Ein anderer Kritikpunkte ihrerseits, mit welchem ich mich noch auseinandersetzen muss war, wie ich den Designaspekt hinein bringen könnte: Wie könnte ein “Werkstück” aussehen? Kann das Buch das Werkstück sein?

Diese Fragen stelle ich mir selbst immer noch. Jedoch bin ich sehr glücklich mit dem Gespräch und meinem Outcome.

IMPULSE #2 Klanglicht

Drei Nächte, die Graz zum Leuchten brachten

Am Samstag, den 26. Oktober 2024, besuchte ich das Kunstfestival KLANGLICHT mit einigen Freund:innen. Unter dem Motto „Träume“ verwandelten nationale und internationale Künstler:innen die Grazer Innenstadt in eine Bühne für Licht, Klang und interaktive Erlebnisse. Seit seinem bescheidenen Anfang am Kaiser-Josef-Platz hat sich das Festival zu einem der spannendsten Kunst-Highlights in Österreich entwickelt. Mit 17 Installationen, davon 13 frei zugänglich, lud es dazu ein, gewohnte Orte neu zu entdecken. Dank der Mitarbeit unseres Instituts durften wir dieses Jahr alle Stationen kostenlos besichtigen.

Für mich, als Designstudentin, war KLANGLICHT nicht nur ein Genuss für die Sinne, sondern auch eine Quelle der Inspiration. Die Bandbreite der Installationen – von interaktiven Projektionen bis hin zu immersiven Klangwelten – zeigte eindrucksvoll, wie Licht und Klang Räume transformieren und Botschaften vermitteln können.

Meine Highlights

Spektrum – Antoniuskirche im Volkskundemuseum

Ganz besonders bedeutungsvoll war für mich die Installation „Spektrum“, da sie von meinen Studienkolleg:innen gestaltet wurde. In der Antoniuskirche im Volkskundemuseum verschmolzen Licht- und Klangspektren zu einem immersiven Erlebnis, das sowohl Harmonie als auch Chaos spürbar machte. Der Raum wurde zu einem Ort, an dem Emotionen und Narrative visualisiert wurden. Als ich die Installation betrat, fühlte ich eine Mischung aus Stolz und Staunen – nicht nur über die technische und künstlerische Umsetzung, sondern auch über die Wirkung auf die Besucher:innen, die sichtlich fasziniert waren.

Reverse – Uhrturm

Der Grazer Uhrturm, ein Wahrzeichen der Stadt, wurde durch Yann Nguemas „Reverse“ in ein pulsierendes Kunstwerk verwandelt. Die Installation spielte mit fraktalen Formen, Lichtbewegungen und einer traumhaften Choreografie, die Raum und Zeit aufzulösen schien. Besonders beeindruckend fand ich, wie die Ästhetik der Traumwelten mit technischer Raffinesse kombiniert wurde. Der Uhrturm schien lebendig zu werden – ein Erlebnis, das gleichzeitig beruhigend und hypnotisierend wirkte.

FLORA – Fassade Schauspielhaus

„FLORA“ war die einzige interaktive Installation des Festivals – und vielleicht gerade deshalb eine meiner Favoriten. An der Fassade des Schauspielhauses konnten Besucher:innen über ein Touchpad abstrakte Formen beeinflussen, die zu harmonischen oder chaotischen Animationen verschmolzen. Es war spannend zu beobachten, wie jede Person ihre eigene, individuelle Vision auf die Fassade projizierte. Diese Installation erinnerte mich daran, wie wichtig Interaktion in der Kunst ist – sie erlaubt es, den Betrachter:innen eine aktive Rolle im Schaffensprozess einzuräumen.


Neben meinen persönlichen Highlights gab es noch viele weitere bemerkenswerte Installationen, die die Vielfalt und Kreativität des Festivals unterstrichen. „Museum of the Moon“ in der Stadtpfarrkirche präsentierte eine sechs Meter große Nachbildung des Mondes und ließ die Besucher:innen mit einer Kombination aus Apollo-Missionsklängen, klassischer Musik und Naturgeräuschen in eine andere Welt eintauchen. Diese Installation war ein stiller Ort der Reflexion – ein starker Kontrast zur oft pulsierenden Energie der anderen Standorte.

Auch die Installation „Constellations“ an der Festungsmauer des Schlossbergs beeindruckte mit ihrer poetischen Verbindung von Himmel und Erde. Die Projektionen aus Licht und Sprache regten dazu an, über die eigene Position im Raum und in der Zeit nachzudenken.

KLANGLICHT hat nicht nur die Stadt Graz in ein neues Licht gerückt, sondern auch ihre Bewohner:innen und Besucher:innen dazu eingeladen, aktiv Teil des Festivals zu werden. Die offenen und zugänglichen Installationen schufen eine Atmosphäre, die Menschen unterschiedlicher Hintergründe zusammenbrachte. Es war inspirierend, die Interaktion zwischen den Kunstwerken und den Besucher:innen zu beobachten. Kinder liefen lachend durch Lichtprojektionen, Paare hielten inne, um die Klanglandschaften zu genießen, und Fotografie-Enthusiast:innen suchten nach der perfekten Perspektive.

Für mich war dieses Festival ein starkes Beispiel dafür, wie Kunst den urbanen Raum transformieren kann. Es zeigte, wie Licht und Klang alltägliche Orte in etwas Außergewöhnliches verwandeln können – und wie wichtig es ist, Kunst für alle zugänglich zu machen.

KLANGLICHT 2024 hat mich nicht nur als Designstudentin, sondern auch als Kunstliebhaberin begeistert. Die Themenvielfalt, die künstlerische Umsetzung und die Atmosphäre in der Stadt waren unvergesslich. Es war beeindruckend zu sehen, wie jede Installation ihre eigene Geschichte erzählte und dabei doch Teil eines größeren, zusammenhängenden Erlebnisses war.

Quellen:
Klanglicht Graz Programmheft
https://www.graz.net/klanglicht
https://klanglicht.buehnen-graz.com

Impulse #1

This week, I visited the A(R)dventure exhibition at the CoSA Museum in Graz with my collegue Lucas. The main reason for going there was to get inspiration for my master’s thesis. Since I’m thinking about working with Augmented Reality (AR), this seemed like the perfect chance to experience it in a fun and interactive way. I also knew that Mr. Fabry worked on the project, so I was curious to see it for myself.

The Experience: Habitat Red 6

We tried out “Habitat Red 6” one of the AR experiences in the exhibition. To be honest, I didn’t have high expectations at first. The exhibition is already 5–6 years old, and it’s designed for a wide audience, including children. I thought it might feel outdated or too simple, but I was completely wrong. The experience was so much fun and way more interesting than I expected.

The setting was like a science lab on another planet. What made it special was the combination of real physical objects and virtual AR elements. For example, there were buttons, joysticks, and valves you could actually touch and use. When you interacted with them, something happened in the AR glasses: you could see UI elements change or objects move. One of the coolest parts was using a real joystick to control a crane arm that existed only in AR. Another task was turning a physical wheel to position a virtual solar panel into the sunlight. It was so fascinating how real-world actions connected with virtual outcomes.

The Technology: HoloLens 1

The AR experience used the first-generation Microsoft HoloLens. Of course, this hardware is a bit old now, and you could notice its limitations, especially the narrow field of view. Sometimes, you had to move your head to see all the AR elements. But this didn’t ruin the experience for me. Considering the age of the technology, it’s still very impressive how well it all worked. It’s clear that the team behind the project put a lot of effort into making it as smooth and immersive as possible.

What I Learned

This visit gave me a lot to think about for my own work. I’ve seen AR in games and apps before, but this was the first time I experienced something that combined real physical interactions with AR feedback in such a creative way. It showed me how important it is to connect the digital and physical worlds for an engaging user experience.

Even though the hardware is old (and sometimes broken), the interactions felt modern and well-designed. This made me realize that good design can still have a big impact, even when the technology is not the newest. It also reminded me how important it is to make people feel like they’re really part of the experience.

Inspiration for My Thesis

I’m still deciding on the exact topic of my thesis, but this visit definitely inspired me. I want to explore how AR can be used in creative and interactive ways, maybe for exhibitions or educational purposes. This experience gave me new ideas for combining physical and virtual elements to create something unique. It also reminded me how important it is to test and improve interactions so that they feel natural and fun.

Final Thoughts

The A(R)dventure exhibition might be replaced in January, which is sad because it’s such a great example of how AR can be used in a meaningful way. The person working there was super friendly and passionate about the project. It’s clear how much love and effort went into creating it.

Overall, visiting this exhibition was an inspiring experience for me. It showed me a side of AR I hadn’t seen before and gave me ideas for how I can push the boundaries in my own work. I highly recommend it to anyone interested in AR or interactive design—just make sure to go before it’s gone!

Impulse #3 – Wall-E & Blade Runner 2049

Links

Wall-E Trailer: https://youtu.be/alIq_wG9FNk?si=pSYy6B-5ipk2UzuX

Blade Runner 2049 Trailer: https://youtu.be/gCcx85zbxz4?si=d7mosqM8CeagF29f