In diesem Blogpost schreibe ich über meine Erfahrungen mit den Lektionen 4 bis 6 des Motion Design School Kurses: Motion Beast, die sich auf Easing und Effekte in After Effects konzentrieren. Ich erläutere, was ich in diesen Abschnitten durchgemacht habe und teile meine persönlichen Erfahrungen mit dem Gelernten.
1. Einleitung
Die Motion Design School hat mir in den Lektionen 4 bis 6 wertvolle Einblicke in die Welt des Easings und der Effekte in After Effects ermöglicht. Diese beiden Themen sind elementar für die Gestaltung von ansprechenden und dynamischen Animationen und haben mein Verständnis von Motion Design deutlich erweitert.
2. Easing: Die Kunst der sanften Bewegung
Easing ist der Schlüssel zu flüssigen und natürlichen Animationen in After Effects. Anstatt Bewegungen starr von Punkt A nach Punkt B zu führen, ermöglicht Easing sanfte Übergänge und verleiht Animationen ein lebendiges und ästhetisch ansprechendes Aussehen.
Die drei grundlegenden Easing-Funktionen:
Ease In: Wie ein träges Objekt startet die Animation langsam und nimmt dann an Geschwindigkeit zu. Stellen Sie sich vor, Sie heben ein schweres Gewicht an. Zuerst bewegt es sich kaum, aber mit zunehmender Kraft beschleunigt es.
Ease Out: Im Gegensatz dazu beginnt die Animation bei Ease Out schnell und verlangsamt sich dann bis zum Stillstand. Stellen Sie sich vor, Sie werfen einen Ball in die Luft. Zuerst fliegt er schnell nach oben, aber die Schwerkraft zieht ihn allmählich wieder nach unten.
Ease In Out: Diese Funktion kombiniert die beiden vorherigen. Die Animation beginnt langsam, beschleunigt sich in der Mitte und verlangsamt sich dann wieder zum Ende hin. Stellen Sie sich vor, Sie schwingen auf einer Schaukel. Zuerst geht es langsam los, dann nimmt die Schaukelbewegung an Fahrt auf und verlangsamt sich am Ende wieder.
Der Graph Editor: Feinabstimmung der Bewegung
Der Graph Editor in After Effects ist Ihr mächtiges Werkzeug zur präzisen Steuerung der Animationsgeschwindigkeit. Anstatt sich auf vorgegebene Easing-Kurven zu beschränken, ermöglicht Ihnen der Graph Editor die individuelle Anpassung der Geschwindigkeit für jeden einzelnen Frame.
3. Effekte: Die kreative Toolbox des Motion Designers
Neben Easing habe ich in After Effects eine Vielzahl von Effekten kennengelernt, die Animationen auf ein neues Level heben und ungeahnte kreative Möglichkeiten eröffnen.
1. Glitch-Effekte: Retro-Charme und futuristische Störungen
Glitch-Effekte simulieren in After Effects visuelle Störungen und Fehler, wie sie bei alten VHS-Videos oder defekten Bildschirmen auftreten. Sie verleihen Animationen einen einzigartigen Retro-Charme oder erzeugen futuristische Effekte, die Spannung und Dynamik vermitteln.
2. Blur-Effekte: Weichzeichner und gezielter Fokus
Mit Blur-Effekten kann ich Bewegungsunschärfe simulieren, um Geschwindigkeit und Dynamik zu visualisieren. Der „Gaussian Blur“ erzeugt dabei eine gleichmäßige Unschärfe, während der „Directional Blur“ die Unschärfe in eine bestimmte Richtung lenkt, um den Fokus auf bestimmte Bildbereiche zu lenken.
3. Layer Styles: Tiefe und Dimension für Texte und Formen
Layer Styles sind Mini-Effekte, mit denen man Texten, Formen und anderen Elementen in After Effects mehr Tiefe und Dimension verleiht. Schatten, Glows, Farbüberlagerungen und Verläufe lassen sich mit wenigen Klicks hinzufügen und sorgen für ein lebendiges und ausdrucksstarkes Erscheinungsbild.
4. Bounce Effects: Lebendigkeit durch Expressions
Mithilfe von Expressions, also kleinen Programmiercodes, kann ich einfache Bewegungen in After Effects aufwerten und spannender gestalten. So lassen sich Objekte zum Beispiel federnd hüpfen oder wackeln, um ihnen mehr Lebendigkeit zu verleihen.
Die Vielseitigkeit von Effekten:
Diese Beispiele zeigen nur einen kleinen Ausschnitt aus der riesigen Auswahl an Effekten, die After Effects bietet. Mit jedem Effekt lassen sich neue kreative Möglichkeiten erkunden und einzigartige visuelle Effekte erzielen. Die Kombination verschiedener Effekte führt zu noch komplexeren und beeindruckenderen Ergebnissen.
Im nächsten Post werde ich mich mit Loops, Text Animationen und Morphings befassen.
Es ist ganz wichtig, dass man sich, ebenso wie bei einer professionellen Kamera, mit der eigenen Handykamera beschäftigt. Was für Einstellungen gibt es? Welcher Kamerawinkel gefällt mir besonders gut? Wie halte ich das Handy richtig? Wie reinige ich meine Handykamera? Diese Fragen werde ich mir jetzt genauer anschauen.
Bei den Einstellungen am Handy sollte man darauf achten, dass in 4k und 24 frames gefilmt wird. Sollte man auf Augenhöhe filmen oder doch eher leicht von oben? Hier gibt es kein richtig und kein falsch. Es darf ruhig experimentiert werden. Es ist wichtig, sich die Aufnahmen anschließend anzuschauen, und zu bewerten. Nur so lernt man, welche Aufnahmen einem besonders gut gefallen. Damit die Videos nicht verwackelt werden, sollte das Handy nicht mit einer Hand gehalten werden. Zusätzlich sollte man die Arme nicht ganz ausstrecken, sondern leicht abwinkeln. Das Handy sollte mit beiden Händen gehalten werden. Wenn man das Handy relativ nahe am Körper führt, mit beiden Händen stabilisiert und die Arme abwinkelt, steht ruhigen Aufnahmen nichts mehr im Weg. Aber wie genau halte ich meine beiden Hände? Hier gibt es kein richtig und kein falsch. Am besten einfach ausprobieren. Solange man sich wohl fühlt und das Handy ruhig halten kann, ist es richtig.
Kamera reinigen:
Die Kameralinsen sind nicht besonders groß, also hat jeder kleine Partikel oder Fingerabdruck auf dem Glas einen großen Einfluss auf die Bildqualität. Daher sollten die Kameralinsen immer gut gereinigt werden. Wie geht man das an?
Zuerst mit einer Druckluftdose aus mindestens 30 cm Entfernung auf die Kameralinsen pusten. Fingerabdrücke lassen sich anschließend gut mit einem Mikrofasertuch entfernen. Hier braucht man kein Wasser zu verwenden. Wichtig: Keine Taschentücher verwenden! Taschentücher lösen sich häufig während der Reinigung auf und bleiben an der Linse kleben. Finger weg von chemischen Reinigungsprodukten – die können dem Handy schaden.
Zusatztipp:
Filmic Pro
Eine App bei der man individuelle Einstellungen für die Handykamera machen kann. Von ISO über Weißabgleich bis hin zum Shutter. Zusätzlich kann man in einem Log-Profil aufnehmen. Ich werde die App im nächsten Post ausprobieren, und mein Feedback teilen.
He is one of the most influential figures in the history of manga and anime and known as the „God of Manga“. He was born on November 3, 1928, in Toyonaka, Osaka Prefecture, Japan. He graduated from Osaka University with a degree in medicine, although he chose to pursue a career in manga and animation instead. Tezuka revolutionized the manga industry with his innovative storytelling, complex characters, and cinematic panel layouts. He created numerous influential works including „Astro Boy“ (Tetsuwan Atom), „Black Jack,“ „Princess Knight“ (Ribon no Kishi) and „Phoenix“ (Hi no Tori).
„The God of Manga“ – A documentary detailing his contributions to the manga and anime industries.
„Tezuka Osamu: The Legend“ – A documentary that explores his life, artistic process and enduring legacy.
What is the Persistance of Vision?
The „persistence of vision“ creates the illusion of movement in cinema, even though the images on the screen don’t actually move. This phenomenon relies on the retina’s ability to retain an image for a brief moment after it’s gone and the brain’s capacity to distinguish between quickly changing individual frames. This principle is the fundamental science behind movies and motion capture technology.
What Actually is the Definition of Anime?
Animation involves creating movement by using non-photographic techniques, such as hand-drawn or computer-generated images. This effect is achieved by making small, incremental changes to the images from one frame to the next.
Who is Hayao Miyazaki?
Hayao Miyazaki is the most famous anime director in Japan. His works stand out globally for their unique style. He crafts worlds that feel both exotic and familiar to viewers, striking a perfect balance between reality and fantasy. “Miyazaki’s attempt to create a binding version of fantasy with reality, he rejects the tradition of happy endings in children’s films. If reality is ambiguous and full of possibilities, he believes so should be fantasy.”, so researcher Nguyen Nhu Ngoc.
Während meiner Analyse von Erklärvideos auf Plattformen wie YouTube, TikTok und Instagram habe ich mir auch ihren inhaltlichen Aufbau und ihre Sprachwahl genauer angeschaut.
Einleitung
Beim Durchscrollen vom TikTok-Feed, von Instagram Reels oder von YouTube Shorts ist der richtige Einstieg ins Video wichtig, ansonsten wird der Benutzer oder die Benutzerin das Video gleich übergehen. Nun stellte sich mir die Frage, wie Erklärvideos neben ihrer geschickten Auswahl an Themen, ihre Zuseher:innen für sich begeistern können. Beim genaueren Analysieren sind mir mehrere Charakteristika ins Auge gestochen (kurze Anmerkung, mache Punkte können in einem Video auch kombiniert werden):
Einprägsamer Titel (Beispiele: My chemical romance, Upload your mind, Too hot to handle, Von wegen dummes Huhn): Dabei fallen alle Videos hinein, welche textlich mit Titeln starten, welche die Neugierde in uns wecken. Neugierde kann beispielsweise durch einen persönlichen, einen gesellschaftlichen oder einen popkulturellen Bezug geschaffen werden.
Kurze interessenweckende Aussage(Zusammenfassung) (Beispiele: My chemical romance, Upload your mind, Too hot to handle, Von wegen dummes Huhn, deutsche Nachnamen, Trinkgeld): Dieser Punkt hat Ähnlichkeiten mit dem Punkt einprägsamer Titel (auch die angeführten Beispiele sind dieselben). Doch dieser Punkt bezieht sich vielmehr auf die auditive Ebene. Hier wird mit einer Aussage gestartet, welche das Interesse der Zuseher:innen einfangen sollte. Auch kann diese Aussage als kurze Zusammenfassung des Videothemas angesehen werden.
Schaffung einer spezifischenAtmosphäre (Beispiele: Your skin when you get a tattoo, Schonmal getchipt?, Städtenamen in Spanien, Osborne-Stiere,): Bei solchen Videos wird gleich von Anfang an eine bestimmte Atmosphäre geschaffen. Durch Nacherzählungen von Geschichten im Bezug zu diesem Thema wird zwischen Erzählerstimme und Zusehende/r eine Bindung aufgebaut. Mit Hilfe von Musik kann der Inhalt des Videos zusätzlich dramatisiert werden.
Alltagsbezug (Beispiel: Aperol Spritz, Trinkgeld ): Wenn Themen oder Problemstellungen für Personen alltäglich sind, ist das Interesse schneller geweckt, als bei Themen, die ihnen fremd sind. Auch kann es als Einstieg in besagte komplexere Themen verwendet werden, da sie durch Alltagsthemen Parallelen ziehen können.
Referenz zu Trends/ Popkultur (Beispiele: POV, Avatar the last Airbender, Dance Performance): Hier nimmt man Trends oder Popkultur auf und transformiert sie passend zu den Inhalten, dass kann durch die Erzählform oder auch durch Audio passieren. Ziel dabei ist es, den Nerv des Publikums zu treffen und so viele Nutzer:innen wie möglich auf einen aufmerksam zu machen. Dieser Punkt kann nicht nur als Einleitung verwendet werden, sondern auch als Erzählklammer. Trotzdem ist es der Aufhänger des Videos und der Grund warum Nutzer:innen das Video anschauen werden.
Hauptteil
Die Einleitung des Videos kann bei Kurzformat-Videos schon ein guter Indikator sein, wie das Video grundsätzlich aufgebaut sein kann. Wie bei der Einleitung können verschiedene Charakteristika miteinander kombiniert werden.
Vergleich: (Beispiel Trinkgeld): In diesen Videos werden verschiedene Aspekte miteinander verglichen.
Problem-Lösung-Aufbau: Hier wird zunächst ein Problem oder eine Herausforderung vorgestellt und dann wird gezeigt, wie dieses Problem gelöst werden kann.
Schritt-für-Schritt-Aufbau: (Beispiele: The 10 most powerful empires, Von wegen dummes Huhn, My chemical romance) Hier wird der Inhalt des Videos in einzelne Schritte oder Abschnitte unterteilt, die nacheinander erklärt werden. Dieser Aufbau eignet sich gut für komplexe oder technische Themen, die leicht verständlich vermittelt werden sollen. Man kann auch die eigene Recherche oder einen Versuchsaufbau als roten Faden verwenden.
Auch der Schluss solcher Videos kann verschieden gestalten werden. Ein Phänomen, dass durch den Loop-Charakter der Videos auf Tiktok, Instagram Reels und YouTube Shorts gefördert worden ist, ist ein nahtloses Ende, welches den Anfang des Videos wieder kaschiert. So kann es passieren, dass man bereits einige Sekunden des Anfangs ansieht, ohne zu bemerken, dass man sich erneut am Anfang befindet. Trotzdem enden viele Videos immer noch mit klaren Schlussindikatoren:
Engagement (Beispiele: deutsche Nachnamen, Morris Dancers): Hier wird am Ende der/die Nutzer:in aufgefordert, etwas zu tun. Das kann eine Aufforderung sein, dem Account zu folgen oder etwas in die Kommentare zu schreiben.
Frage (Beispiele: Upload your mind, deutsche Nachnamen): Hier werden mit Videos mit einer Frage zum Nachdenken beendet. Es kann auch eine Aufforderung für Engagement sein, beispielsweise die Antwort in die Kommentare zu schreiben. Diese kann den Loop-Charakter zu spielen.
Fun Fact (Beispiel: Aperol Spritz): Hier wird das Video mit einem Fun Fact zum jeweiligen Thema beendet.
Übersetzungen meiner Analyse in mein Script
Mit Hilfe meiner Analyse habe ich versucht ein paar der von mir definierten Bausteine in einem Script zum Thema Warum sehen wir rot, wenn wir wütend sind? anzuwenden.
Kennt ihr es auch, wenn sich Diskussionen so weit hochschaukeln, dass man Rot sieht? Doch woher stammt der Begriff rotsehen?
Vielen geht es wahrscheinlich gleich wie mir: Bei der Antwort auf die Frage schwebt euch vielleicht das Bild von einem mutigen Matador mit rotem Tuch – der sogenannten Muleta – und einem scharenden Stier mit heißem Atem entgegen.
Doch so einfach ist es nicht. Die Muleta war anfangs weiß und wurde mit der Zeit auf rot umgeändert, weil die weiße Muleta sich immer vom Blut des Stieres rot färbte. Deshalb ist es egal, ob die Muleta weiß, blau, grün oder schwarz ist: Stiere können kein Rot sehen. Sie besitzen wie die meisten Tiere keine roten Zapfen. Somit können Stiere nicht wütend werden, wenn sie die Farbe Rot sehen. Vielmehr sind die Bewegung der Muleta, die Verletzungen und der Lärm in der Arena der Grund dafür.
Auch könnte sich der Begriff rotsehen auf den Zustand beziehen, wenn man wütend ist und es zu einer erhöhten Durchblutung der feinen Äderchen in der Haut kommt. Somit wird man im Gesicht rot.
Egal ob, Stierkampf oder erhöhte Durchblutung, wenn man rotsieht, wird nichts Gutes dabei entstehen. Mein Tipp also: Unterbricht eure Debatte für einen kühleren Kopf!
In diesem Blogbeitrag wird der Fortschritt des Semesterprojekts „Motion Design mit After Effects“ ausführlich dargelegt. Die ersten sechs Steps, die erfolgreich gemeistert wurden, werden detailliert beschrieben und ein Ausblick auf die nächsten Schritte gegeben.
Step 1: Benutzeroberfläche und Transformationseigenschaften
Umfassende Einarbeitung in die Benutzeroberfläche von After Effects: Nach einem Überblick über die Arbeitsumgebung wurden die wichtigsten Werkzeuge und Funktionen wie die Erstellung von Projekten, die Verwaltung von Composings und die effektive Nutzung der Zeitleiste im Detail erlernt.
Vertiefung in die Transformationseigenschaften von Layern: Diese Eigenschaften ermöglichen die präzise Positionierung, Skalierung, Rotierung und Animation von Layern, wodurch eine flexible und zielgerichtete Gestaltung möglich wird.
Step 2: Shape-Layer und Masken
Erstellung und Bearbeitung von Formen mit Shape-Layern: Die vielseitigen Shape-Layer bieten vielfältige Möglichkeiten zur Erstellung von Vektorformen, die beliebig angepasst und animiert werden können.
Präzise Selektion von Bereichen mit Hilfe von Masken: Masken ermöglichen die gezielte Auswahl von bestimmten Bereichen innerhalb von Layern, um diese hervorzuheben, freizustellen oder mit Effekten zu versehen.
Step 3: Shape-Modifikatoren
Anwendung von Shape-Modifikatoren zur Veränderung von Formen: Shape-Modifikatoren erweitern die Gestaltungsmöglichkeiten von Shape-Layern erheblich. Sie ermöglichen die Verzerrung, Verrundung, Wölbung und weitere Transformationen von Formen, wodurch einzigartige visuelle Effekte erzielt werden können.
Step 4: Easings
Anwendung verschiedener Easing-Funktionen zur Steuerung von Bewegungsabläufen: Easing-Funktionen spielen eine entscheidende Rolle für die Qualität und Ausdruckskraft von Animationen. Durch die gezielte Steuerung der Beschleunigung und Verlangsamung von Bewegungen können dynamische und ästhetisch ansprechende Animationen erstellt werden.
Step 5: Effekte & Stylisierung Teil 1
Anwendung grundlegender Effekte wie Glühen, Schatten, Verzerrung und Farbkorrektur auf Layer: Effekte ermöglichen die kreative Gestaltung von Layern und die Schaffung einzigartiger visueller Looks und Stimmungen.
Unterstreichung der Aussagekraft der Animationen durch Stylisierung: Die gezielte Anwendung von Effekten und Stylisierungstechniken kann die Aussagekraft und Wirkung von Animationen deutlich verstärken.
Ausblick auf die nächsten Steps
In den kommenden Wochen werden folgende Themenbereiche vertieft:
Loops: Animationen wiederholen und nahtlose Loops erstellen: Loops ermöglichen die Wiederholung von Animationen in einem geschlossenen Kreislauf, wodurch hypnotische und dynamische Effekte erzielt werden können.
Textanimation: Texte lebendig gestalten und mit Animationen versehen: Textanimationen bieten kreative Möglichkeiten, um Texte dynamisch und aufmerksamkeitsstark zu präsentieren.
Morphing: Formen nahtlos ineinander übergehen lassen: Morphing ermöglicht die flüssige Transformation einer Form in eine andere, wodurch beeindruckende visuelle Effekte entstehen können.
Effekte & Stylisierung Teil 2: Fortgeschrittene Effekte und Techniken für kreative Looks: In diesem Bereich werden fortgeschrittene Effekte und Techniken zur kreativen Gestaltung und Stylisierung von Animationen erlernt.
Fazit
Die ersten sechs Steps haben ein solides Fundament in den grundlegenden Techniken des Motion Designs mit After Effects gelegt. Das Erlernen der wichtigsten Werkzeuge, Funktionen und Techniken ermöglicht die Erstellung kreativer und ausdrucksstarker Animationen. Die vielfältigen Möglichkeiten der Software bieten ein großes Potenzial für die visuelle Kommunikation und das Storytelling.
Nachdem ich die VFX Idee verworfen habe, steht dieses Semester ganz im Zeichen der Bewegung! In meinem Design- und Recherche Thema werde ich mich tief in die faszinierende Welt des Motion Designs begeben und die vielfältigen Möglichkeiten von Adobe After Effects erkunden.
Der Kurs „Motion Beast“ als Wegbegleiter
Um meine Reise strukturiert anzugehen, habe ich mich für den umfassenden Kurs „Motion Beast“ der Motion Design School entschieden. Dieser Kurs wird mir als Leitfaden dienen, um meine Kenntnisse in den Bereichen Animation, Effekten und Compositing auf ein neues Level zu heben.
Einblick in die bevorstehenden Themen:
Der Kurs „Motion Beast“ deckt ein breites Spektrum an relevanten Themen ab, die für die Erstellung ansprechender und aussagekräftiger Motion Graphics unerlässlich sind:
Fundamentale Animationsprinzipien: In diesem Modul werde ich die wichtigsten Prinzipien der Animation erlernen, wie Keyframes, Tweens, Bewegungsgrafiken und Timing-Funktionen. Anhand dieser Techniken erarbeite ich flüssige, dynamische und ausdrucksstarke Animationen.
Effekte und Übergänge: Die Welt der Effekte eröffnet mir eine Vielzahl an kreativen Möglichkeiten. Ich werde lernen, wie man mit Beleuchtung, Schatten, Texturen und anderen Effekten beeindruckende visuelle Effekte erzeugt und gleichzeitig eine einheitliche visuelle Sprache für mein Projekt entwickelt. Darüber hinaus vertiefe ich mich in verschiedene Übergangsarten, um nahtlose und ästhetisch ansprechende Verbindungen zwischen einzelnen Szenen zu gestalten.
Compositing-Techniken: Ein zentraler Bestandteil des Kurses ist die professionelle Kombination von Live-Action-Footage, 2D-Grafiken und 3D-Elementen. Ich werde verschiedene Techniken kennenlernen, um diese Elemente nahtlos miteinander zu verbinden und ein realistisches und stimmungsvolles Gesamtbild zu schaffen.
Motion Design-Prinzipien: Neben den technischen Fähigkeiten vertieft der Kurs auch mein Wissen über die grundlegenden Prinzipien des Motion Designs. Ich lerne, wie man Timing, Dynamik und Komposition einsetzt, um ausdrucksstarke und ästhetisch ansprechende Motion Graphics zu erstellen, die die Aufmerksamkeit des Zuschauers fesseln und eine klare Botschaft vermitteln.
Mein Weg zum Experten:
Ich befinde mich derzeit in der Anfangsphase des Kurses und habe bereits erste Einblicke in die Grundlagen der Animation und die Benutzeroberfläche von After Effects erhalten. Die vor mir liegende Lernkurve ist steil, aber ich bin hoch motiviert, mich intensiv mit der Materie auseinanderzusetzen und meine Fähigkeiten kontinuierlich zu verbessern.
In den kommenden Blogbeiträgen werde ich meine Lernerfahrungen und Fortschritte detailliert schildern. Ich werde euch mit auf meine Reise durch die Welt des Motion Designs nehmen und euch Einblicke in die einzelnen Themenbereiche, Herausforderungen und Erfolgserlebnisse geben.
Fazit:
Dieses Semester verspricht eine spannende und lehrreiche Herausforderung, die meine gestalterischen Fähigkeiten und mein Verständnis für visuelle Kommunikation enorm erweitern wird. Ich bin gespannt, welche kreativen Möglichkeiten sich mir durch die Kombination von Motion Design und After Effects eröffnen werden.
Zu Beginn dieses Semesters habe ich mir die Aufgabe gestellt, im Rahmen des Design&Research Programms ein Video zu erstellen, welches eine kurze Heldenreise durch Graz zeigt. Das Besondere an diesem Video sollte der Einsatz von vielen VFX Clips sein, was auch Thema meiner nächsten Blogbeiträge sein sollte. Begonnen habe ich mit der Erarbeitung einer Geschichte, dafür habe ich mir eine Heldin ausgesucht, die neu in Graz ist und sich in der neuen Umgebung zurechtfinden muss. Diese Person (Maria) sollte durch die Stadt geführt werden und an ikonischen Orten mit ihrer Umgebung interagieren.
Story
Der erste Draft sah so aus:
Titel: „Welcome to Graz“
Der Clip beginnt mit einer jungen Frau, Maria, die aufgeregt durch die belebten Straßen von Graz läuft. Die Kamera fängt ihren nervösen Blick ein, während sie sich umschaut und die Stadt erkundet.
Szene 1: Graffiti
Die Kamera folgt Maria, während sie durch eine enge Gasse mit bunten Graffiti-Wänden geht. Plötzlich bleibt sie vor einem beeindruckenden Street-Art-Werk stehen. Die Kamera fokussiert sich auf das Gemälde, das langsam zum Leben erwacht. Die Farben beginnen zu tanzen und die Figuren bewegen sich in einem hypnotischen Rhythmus.
Transition: Graffiti wird zu einer Linie auf einer Map, Kamera Zoom out, Maria hält ihr Handy in der Hand mit Google Maps auf dem Screen, dass ihr eine Route zeigt.
Szene 2: Timelapse
Maria folgt der Route und läuft durch die Herrengasse, während um sie eine Tag/Nacht Timelapse läuft, sie läuft normal und alle anderen bewegen sich im Zeitraffer, bis sie die Mur erreicht, sie atmet tief durch und alles läuft wieder normal. (eventuell auch so wíe mein Reel mit Kamera, einfacher)
Transition: Maria steigt irgendwo in eine neue Bim ein und steigt am KFJ aus einer alten aus.
Szene 3: Heaven
Als Maria aussteigt, findet sie einen Markt (Kaiser Franz Josef Platz?) voll mit frischem Gemüse und Obst. Die Kameraschwenkt über das Angebot und bleibt in einer Closeup Aufnahme von Marias Hand stehen als sie einen Apfel nimmt. Maria nimmt einen Bissen mit geschlossenen Augen und um ihren Kopf schweben Wolken und kleine Engel (zu viel) vor lauter Genuss. Bedankt sich und geht.
Transition: Maria geht um die Ecke, sieht den Uhrturm in die Ferne, nimmt ihr Handy raus, zoomt rein, macht ein Foto, nimmt das Handy runter und steht am Schlossberg oben.
Szene 4: Beam
Maria läuft an die Mauer des Schlossbergs und blickt auf Graz.
Der Clip endet mit einem beeindruckenden Blick über die Stadt, während Maria glücklich in die Kamera lächelt. (Drone Shot?)
Ein Text erscheint auf dem Bildschirm: „Welcome to Graz”.
Storyboard
Nachdem die Story fixiert war, wurde nun an der Erstellung eines Storyboards gearbeitet.Da es mir schwer fällt, meine Gedanken per Zeichnungen zu vermitteln, habe ich mich für eine andere Art der Kommunikation entschieden, AI erstellte Bilder. Dazu wurde Midjourney in Discord verwendet. Zu Beginn hatte ich meine Schwierigkeiten einen kohärenten Stil von dem Programm zu bekommen, jedoch funktionierte es nach einigen Fehlschlägen doch. Nachdem ich die Bilder alle generiert habe, ging es darum, diese mit der Story anzugleichen und in die Form eines Storyboards zu bringen.
Das sah dann fertig so aus:
Dies war jedoch der letzte Schritt in dem Projekt “Welcome to Graz”.
Ich habe mich dazu entschieden, meine weiteren Blogbeiträge über ein anderes Thema zu schreiben.
Welches das ist, wird im nächsten Beitrag vorgestellt.
In meinem letzten Beitrag habe ich mich hauptsächlich mit längeren Erklärvideos und deren Entstehung angesehen. Nun möchte ich meinen Fokus mehr auf die Art von Videos richten, welche auf Plattformen wie Instagram oder TikTok veröffentlicht werden.
Verbreitung über mehrere Social Media Kanäle
Für diese Analyse habe ich mich nochmals vor allem mit kurzgesagt und dem Fernsehformat Karambolage beschäftigt. Auch habe ich mir weitere Content Creators oberflächlich angeschaut. Bei meiner Analyse ist mir aufgefallen, dass in den meisten Fällen die Videos entweder ganz oder in Teilen auf die verschiedenen sozialen Netzwerken veröffentlicht werden, also nicht im Sinne von crossmedial. Nun kann man behaupten, dass crossmedial sich ausschließlich auf verschiedene Medien wie Sozial Media, Fernsehen, Zeitung, etc. bezieht, doch ich finde, dass bereits in einem Medium es Abstufungen gibt, auf die man bei der Distribution achten sollte. Bestes Beispiel dafür ist die durchschnittliche Dauer eines Videos auf den verschiedenen sozialen Netzwerken. Die Videos auf sozialen Netzwerken wie TikTok und Instagram sind viel kürzer gehalten, wie die meisten Videos auf YouTube (ausgenommen YouTube Shorts). Die Videos auf diesen Plattformen können von wenigen Sekunden bis zu 7 Minuten dauern. Ein Grund dafür ist das ausgewählte Endgerät. Instagram und Tiktok sind für primär für Handys ausgelegt (Videoformat 9:16, also Hochformat), während viele Youtube Videos im Querformat für Geräte wie Notebooks oder PCs vorzufinden sind. Auch ist die Aufmerksamkeitsspanne bei Plattformen, wie Instagram und TikTok kürzer.
Kurzgesagt Social Media Auftritt
Kurzgesagts Inhalte sind crossmedial auf den verschiedenen Internetplattformen aufbereitet. Folgt man dem Kurzgesagt Kanal auf den verschiedenen sozialen Netzwerken bekommt man nicht 1:1 die selben Inhalte. Natürlich wird man Ausschnitte von YouTube Videos auf den anderen sozialen Netzwerken finden, doch es wird noch weiteres Zusatzmaterial geboten. Auch sind die Inhalte auf TikTok und Instagram nicht komplett deckungsgleich, wie es Beispiel bei der Content Creatorin Mary McGillvary ist. Kurzgesagt fokussiert sich auf TikTok auf die Verbreitung von kurzen Wissensvideos, ähnlich denen von YouTube, welche zwischen ca. 10 Sekunden und 2 Minuten dauern. Manche der Videos stammen, wie bereits vorher kurz angeschnitten, von längeren YouTube Videos. Diese werden sozusagen als Köder verwendet, Personen für das lange Video zu gewinnen. Doch die meisten Videos – laut meiner Auffassung – werden für TikTok kreiert. Dabei kann es sich um kurze Aufklärungsvideos handeln, wie beispielsweise eines zum Thema upload your mind. Dieses Thema wurde zwar in einem längeren YouTube Video von kurzgesagt aufgegriffen, doch das TikTok Video bedient sich neuen Grafiken und Animationen. Auch gibt es auf kurzgesagts TikTok Videos, welche TikTok Trends aufgreifen und mittels dieser Informationen übermitteln (Fragen-Avatar). Manche sind auch einfach nur lustig (POV) und sind eine Art Fanservice.
Auf Instagram veröffentlicht kurzgesagt weniger Videos, sondern mehr Bildmaterial von den Videos. Es dient mehr zur Vermarktung von kurzgesagt – ihren YouTube Videos und Fanartikeln.
Karambolage Social Media Auftritt
Im bereits in vorhergegangenen Blogpost erwähnt, besitzt das Fernsehformat Karambolage keinen eigenen YouTube Kanal. So verhält es sich auch bei den anderen sozialen Netzwerken. Auf TikTok und Instagram werden einzelne Rubriken, wie auf YouTube, auf dem arte Account veröffentlicht. Da Karambolage ein Fernsehformat ist, wird es auch für dieses in Querformat gestaltet. Für die sozialen Netzwerke, welche primär in Hochformat konsumiert werden, adaptiert das Team hinter Karambolage geschickt ihre Videos. Wenn es geht zeigen sie einen Hochformat-Ausschnitt des Querformat-Videos. Sie arbeiten mit Postions- und Skalierungsveränderungen. Im Falle von Skalierungsveränderungen versuchen sie die entstandene Kante vom Querformatvideo durch eine passende Hintergrundtextur zu kaschieren. Ein Beispiel dafür ist das Video mit dem Themenschwerpunkt Aldi.
In ihrer Länge fallen die Karambolage Beiträge auf den Plattformen wie TikTok oder Instagram in der Sparte der langen Videos. Selbst auf dem Account von arte sind sie oft die Rubrik mit den längsten Videos. Trotz ihrer Länge erreichen die Videos oftmals eine große Reichweite.
Fazit
Meine Analyse von verschiedenen Erscheinungsmöglichkeiten ist bei weitem nicht abgeschlossen und dieser Blogpost hat nur die Oberfläche von diesem Thema gekratzt. Trotzdem ist mir bei dieser Beschäftigung aufgefallen, dass solche Videos in einer Art und Weise gleichzusetzen sind mit Alltagswissen Kolumnen in Zeitungen und Magazinen oder mit Infoscreen-Einblendungen im öffentlichen Verkehr. So wie sie werden Videos auf TikTok und Instagram verwendet, kuriose Fakten, Alltagswissen, etc. den Benutzer:innen näherzubringen. Genau da möchte ich mit meinem Video anknüpfen. Deshalb werde ich mich nun in meinem nächsten Blogeintrag mit Sprache auseinander setzen.
Für den Aufbau meiner Videoreihe habe ich mir ein paar best case practices angeschaut, um daraus Schlüsse zu ziehen was wichtig für eine Serie ist. Dafür habe ich mir nicht nur animierte oder kurze Videoreihen angesehen, sondern habe auch Realbild-Essays in meine Analyse mit aufgenommen.
Erste Eindrücke
Videoreihen können verschiedenste Themen aufgreifen, trotzdem haben sie immer ein grobes Überthema. Beispielsweise beschäftigt sich der Youtube-Kanal Kurzgesagt mit wissenschaftlichen Themen in Bereichen der (Astro)Physik und Biologie, sowie der Philosophie, Geschichte und Politik. Die Arte Reihe Karambolage befasst sich dagegen mit hauptsächlich mit deutscher und französischer Kultur. Ein anderes Bindeglied einer Reihe ist die gestalterische Klammer. Dazu gehören nicht nur die visuelle Erscheinung, sondern auch die Sprache, die Erzählerstimme/Moderator:in oder das gleichbleibende Intro/Outro. Doch wie nähert man sich einem Projekt am besten an, um alle Richtlinien einzuhalten?
Die Kurzgesagt Herangehensweise an ein Video (Kurzgesagt-Modell)
Damit ein Unternehmen funktioniert braucht es eine übergreifende Zielsetzung. Im Falle von Kurzgesagt lautet sie wie folgt:
Ziel: Kurzgesagt möchte komplizierte Dinge einfach erklären und wissenschaftliche Themen spannend und schön aufbereiten. Außerdem möchten sie Geschichten erzählen und ihre persönliche Sichtweise einbringen. Ihnen ist es wichtig ein faktenbasiertes Weltbild zu vertreten.
Arbeitsprozess: Kurzgesagt unterteilt ihren Arbeitsprozess in 5 Schritte, wobei sie die Themenfindung diesem Prozess voranstellen (ich füge sie aus Gründen der Einfachheit zum ersten Prozess hinzu).
Skript:
Themenfindung: Es existiert bereits eine bestehende Liste, bei welcher stets neue Ideen hinzugefügt werden. Das Auswahlprinzip eines Themas erfolgt durch Interesse. Dabei ist es egal ob ernst, faszinierend, persönlich oder lustig. Kurzgesagt merkt an, dass Abwechslung der halbe Spaß sei.
Recherche: Für den Überblick und für die Ausarbeitung des Skriptes ist die Recherche von besonderer Bedeutung. Sie erfolgt durch Fachliteratur und Gesprächen mit fachspezifischen Experten.
Skript-Schreibprozess: Mit den Erkenntnissen der Recherche wird die erste Fassung des Skriptes erstellt. Es durchläuft mehrere Stadien und wird von fachspezifischen Experten nochmals durchgelesen. Dieser Prozess kann einige Wochen oder auch Jahre dauern.
Illustration:
Skizzen: Mit Hilfe des Skripts werden für die Erzählung visuellen Metaphern und Übergänge gesucht. Auch wird in diesem Prozess entschieden welche Szenen die meiste Aufmerksamkeit benötigen.
Entwürfe: In Adobe Illustrator werden durchschnittlich 200 Artboards angelegt. Trotz Pool von Assets werden viele Illustration vom Kurzgesagt-Team von Grund auf neu gestaltet, damit jedes Video einzigartig sein kann. Beim der Visualisierung liegt der Fokus darauf Dinge klar visuell darstellen. Trotzdem soll eine lustige (Integrierung von Easter Eggs) und bunte Atmosphäre beibehalten werden, damit es unterhaltend für die Zuseher bleibt. An den Illustrationen arbeiten 4-6 Illustratoren/ Illustratorinnen 4-6 Wochen lang.
Erzählung:
Aufnahmen: In diesem Schritt wird der Sprechertext in einem Tonstudio aufgenommen. Damit die Erzählung flüssig bleibt. Nimmt der Sprecher oder die Sprecherin den Sprechtext einmal in seiner gesamten Länge auf, um dann im nächsten Schritt einzelne Textpassagen zu korrigieren, bis es allen passt. Für die Aufnahmen wird Protools verwendet.
Animation:
Aufbereitung: Die Illustrierten Szenen werden in einem ersten Schritt auseinander genommen und organisiert.
Animation: Die Illustrator-Dateien werden in After Effects importiert und geriggt. Kurzgesagt verwendet Plug-Ins (wie z.B. Duik), animiert aber vieles selbst. Auch geschehen manche Animationen in Cinema 4D. An einem Video arbeiten 4-5 Motion Designer ca. 5-8 Wochen lang.
Musik und Sound Design:
Komponieren: Für jedes Video wird originale Musik komponiert, um eine einzigartige Atmosphäre zu generieren. Auch ist die Musik auf Spotify und Soundcloud abrufbar.
Arrangieren: Die Musik wird mit Sound Effekten im Video arrangiert. Die Sound Effekte schaffen eine zusätzliche Ebene.
Die einzelnen Arbeitsschritte laufen parallel ab, da Kurzgesagt mindestens an 6-8 Videos in verschiedenen Stadien gleichzeitig arbeitet. Es gibt regelmäßige Feedback-Runden im Team. Deshalb gehören auch unzählige Korrekturschleifen und Überarbeitungen im alltäglichen Produktionsprozess dazu.
Finanzierung: Kurzgesagt stellt ihre Videos kostenlos ins Internet. Ihr Profit beziehen sie aus Auftragsarbeiten für NGOs, Start-ups oder Unternehmen, Werbeschaltungen auf YouTube. Unterstützung auf Patreon, von Sponsoren und Fördermittel und vom Verkauf von Merchandising auf ihrer Website.
Im Wesentlichen orientiert sich Kurzgesagt beim klassischen Modell von Preproduction, Production und Postproduction. Trotzdem ist es beispielsweise interessant (und im Falle von Kurzgesagt auch wichtig), dass sie Fremdkorrektur lesen lassen oder dass sie viele Illustrationen von Grund auf neu gestalten. Auch war für mich die grobe zeitliche Einteilung spannend.
Behind the scenes Karmabolage
Karambolage ist eigentlich ein Fernsehformat vom Sender ARTE. In der Fragerunde vom YouTube-Live Karmabolage | Behind the Scenes | ARTE erklärt das Team hinter Karambolage wie die Sendung entstanden ist und wie der Prozess dahinter aussieht.
Geschichte und Aufbau
Die Schöpferin hinter Karambolage ist die Französin Claire Detroiu. Sie lebte 17 Jahre lang in Deutschland und zog dann wieder zurück nach Frankreich. Ihr kam die Idee aus dem Grund, weil sie in Frankreich, den anderen Franzosen versuchte den deutschen Alltag zu erklären. Aus der Motivation heraus entwickelte sie das Format, wie man zwischen zwei Kulturen und Sprachen lebt. Nach mehreren Pilotfolgen wird seit 2004 wöchentlich Karambolage auf ARTE gespielt und auf verschiedenen sozialen Medien veröffentlicht. Auf YouTube gibt es den Unterschied, dass für die französischen Sendungen es einen eigenen Kanal gibt und sie somit in kompletter Länge veröffentlicht werden (aber ohne das Rätsel am Ende). Beim deutschen Kanal werden nur die einzelnen Beiträge veröffentlicht, da es zum Kanal Irgendwas mit ARTE und Kultur gehört und dort auch anderen Formate von ARTE ausgestrahlt werden.
Karambolage besteht aus einem Kernteam von 9 Leuten, bestehend aus Redakteurinnen, Community Managerin, Produzenten, Koordinator und Trickfilmerin, Praktikantin, Cutter, Stimme der Sendung (wobei Personen mehrere Rollen inne haben). Ebenfalls besteht das Team aus Deutschen und Franzosen und ist ansäßig in Paris. Das erweiterte Team besteht hauptsächlich aus selbstständigen Autor:innen und Trickfilmer:innen (Motion Designern).
Merkmale
Wie bereits erwähnt behandelt das Format Karambolage die Unterschiede und das Leben zwischen den zwei Kulturen und Sprachen, Französisch und Deutsch. Jeder Beitrag innerhalb der Sendung geht von einem konkreten Detail aus, somit gibt es Rubriken, wie Wort, Gegenstand oder Ereignisse. Ein wichtiger Aspekt dabei ist, dass die Beiträge nicht in Allgemeinheiten oder Klischees verfallen und als Thema sind Verhaltensweisen verboten. Die Videos werden jeweils in beiden Sprachen veröffentlicht. Tonal sind die Beiträge humoristisch und ironisch. Auch visuell wird das aufgegriffen. Es gibt keinen durchgehenden visuellen Stil bei den Videos von Karambolage und das ist das Markenzeichen von Karambolage. Es wird mit vielen verschiedenen Stilen und visuellen Welten gearbeitet. Deshalb gibt es keinen einheitlichen visuellen Stil und genau das macht Karambolage aus – ein Aufeinandertreffen von vielen unterschiedlichen Sichtweisen, Verhalten, nicht nur thematisch sondern auch visuell. So kann ein Video im Collagestil gehalten werden. Das Nächste ist frame by frame gezeichnet. Ein anderes arbeitet mit geometrischen Formen. Etc. Das einzige was dem Team wichtig ist, dass bei Beiträgen über bestimmte Objekte, dass der Gegenstand als Foto vorgestellt wird.
Entstehung eines Beitrags
Idee: Die Ideen findet das Team überall im Alltag: auf der Straße, während Konversationen, über Freunde, von Zuschauern, usw. Die Themenvorschlägen, bezogen auf Personen, haben meistens einen wahren Hintergrund.
Recherche: Basierend auf einer Idee oder einer Anekdote beginnt die Recherche. Manchmal wird die Recherche im Video wiederverwertet und die Herleitung einer Antwort auf eine Frage wird durch die Recherche Erkenntnisse illustriert.
Skript: Mit den Erkenntnissen der Recherche entsteht die erste Version des Skriptes. Dieses wird solange fremdgelesen und überarbeitet bis es passt. Falls die Texte von freien Autor:innen geschrieben werden, geht das Team von Redakteurinnen bei Karambolage darüber und passt es an den Stil von Karambolage an.
Übersetzung: Bei der Übersetzung in die jeweilige andere Sprache muss auf einiges geachtet werden. Zum einen müssen beide Texte dieselbe Lauflänge haben, damit es zu keinen textlichen und bildlichen Unstimmigkeiten kommt. Auch müssen die zwei Perspektiven von den Zuschauergruppen bedacht werden. Wenn es sich um ein Thema handelt, welches der einen Nation bekannt ist und der anderen unbekannt ist, muss das Video so aufgebaut sein, dass es für beide Parteien interessant bleibt. Dabei kann der Humor und die Inszenierung enorm helfen. Auch müssen öfters Dinge in der einen Sprache hinzugefügt werden, da es der jeweiligen Nation nicht so bekannt ist. Beispielsweise wenn es sich um eine Person wie Napoleon III. handelt, wird im deutschen sein Lebenszeitraum beigefügt, damit die Deutschen in besser geschichtlich zuordnen können.
Aufnahme: Nach dem beide Skripte fertig sind, werden sie aufgenommen.
Visuelle Entscheidung: Wie der Beitrag aussehen sollte, wird vom Kernteam entschieden. Sie suchen sich aus ihrem Pool von Trickfilmen:innen die passende Person aus und schicken dieser anfänglich nur den Text. Wenn der oder die Trickfilmer:in inspirierte ist, wird die Tonspur nachgeschickt. Nun wählt der/ die Trickfilmer:in sich eine Passage von 20 sec. aus und animiert diese. Wenn diese 20 sec. mit der Vision des Kernteams übereinstimmt, darf der/die Trickfilme:in den Beitrag in voller Länge animieren.
Animationsprozess: Während des Animationsprozess wird von den Motion Designern immer wieder ein aktueller Stand an das Kernteam geschickt. Bei diesen Feedback-Runden achtet das Kernteam vor allem darauf, dass keiner Nation auf die Füße visuell getreten wird. Nicht nur die Handlungen werden dabei begutachtet auch Elemente und Gegenstände.
Wie viel Stunden Arbeit in eine Sendung von 11 Minuten fließt kann das Team nur schwer abschätzen, da jeder Beitrag abhängig vom Animationsstil unterschiedlich lang braucht bis zur Fertigstellung. Auf jeden Fall braucht ein 3 Minuten Beitrag allein fürs Animieren mindestens 1 Monat bis zur Fertigstellung.
Vergleich der zwei Best Practices
Als ich die zwei Beispiele ausgesucht habe, ist mir zuerst gar nicht aufgefallen wie ähnlich die beiden sind – nicht nur in ihrer Abwicklung von Projekten. Erst beim Verfassen dieses Beitrags ist mir aufgefallen, dass beide in mehreren Sprachen produziert werden. Doch nur von Karambolage konnte ich erfahren, wie die Herangehensweise zu diesem Aspekt aussieht. Trotzdem glaube ich, dass Kurzgesagt in einer ähnlichen Art und Weise ihre Skripte übersetzt. Interessant war auch der Vergleich zwischen der Teamkonstellationen. Kurzgesagt, zumindestens ist es so von mir aufgefasst worden, ist eine Firma in der es spezifische Abteilungen gibt und (wahrscheinlich) alle oder ein Großteil bei Kurzgesagt angestellt sind. Währenddessen ist das Kernteam von Karambolage weitaus kleiner und eigentlich auch ein Subteam vom Sender ARTE. Das Animationsdepartment ist eigentlich bis auf eine Person komplett ausgelagert auf Freelancer. Natürlich unterstützt dieser Aufbau dem Format, welches bekannt für die verschiedenen visuellen Erscheinungen ist.
Im großen und Ganzen hat mir die Bearbeitung von den zwei Best Practice Beispielen geholfen, bei meiner Annäherung zu meiner Videoreihe. Ich nehme auf jeden Fall mit, dass die Gliederung in Recherche, Skript, Vertonung, Visualisierung, Sound eine gute Basisstruktur für mich sein kann.
In meinen nächsten Blogposts möchte ich mich mit der Porträtfotografie beschäftigen. Meine Forschung wird sich mit Fragen wie „Warum sehen zufällige Bilder immer besser aus als gestellte“ und „Wie bringe ich Menschen dazu, sich vor der Kamera wohl zu fühlen“ beschäftigen. Mein Ziel für dieses Semester ist es, die Beziehung zwischen Fotograf*innen und ihren Modellen unter die Lupe zu nehmen und Fähigkeiten zu entwickeln, wie ich Menschen vor meiner Kamera dazu bringe, sich zu entspannen und sich auf das Shooting einzulassen.
Ich kam auf dieses Thema, als ich mir die Bilder unserer Exkursion nach Barcelona ansah. Ich habe einzelne Porträts geschossen, ohne dass meine Studienkolleg*innen es aktiv mitbekommen haben. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Menschen viel entspannter sind, wenn die Bilder zufällig entstehen. Ich möchte die Blog-Beiträge nutzen, um herauszufinden, wie ich dazu beitragen kann, dass sich die Menschen vor meiner Linse wohlfühlen.
Hier sind meine Bilder, die mich zu dieser Forschung inspiriert haben: